Lyrics
[Intro]
Hamburg war Heimat,
als ich noch nicht wusste, was das heißt.
Dann ging es Richtung Süden,
seitdem bin ich auf der Reise.
[Verse 1]
Als Kind aus Hamburg fort,
keiner fragte, was ich will.
Neue Straßen, neue Namen,
doch in mir wurde es still.
Dann kam die Uniform,
mein Zuhause war der Zug.
Kasernen, Städte, Autobahnen,
doch kein Ort war je genug.
Hundert Schlüssel, hundert Türen,
doch ich konnte niemals spüren,
dass da irgendwo ein Platz ist,
der mir sagt: Hier bleibst du jetzt.
[Chorus]
Ich bin ohne Heimat,
hab ein Dach, doch kein Zuhaus.
Tausend Straßen hinter mir,
doch ich komm nirgendwo mehr an.
Ohne Heimat,
zwischen gestern und vielleicht.
Ich such nur einen Menschen,
der mir seine Hände reicht.
Der sagt:
„Komm, ich geh mit dir.
Wir bauen uns was auf.“
Denn ich will nicht für immer
ohne Heimat sein.
[Verse 2]
Vielleicht zu früh „Ja“ gesagt,
weil ich endlich bleiben wollte.
Dachte, dass ein Ring am Finger
meine Reise stoppen sollte.
Erste Wohnung – Eigenbedarf,
wieder Kisten, wieder fort.
Zurück zu meinen Eltern,
wieder ohne eignen Ort.
Zurück in die Kaserne,
zwischen Spind und Neonlicht.
Ein Soldat kennt viele Zimmer,
doch ein Zuhause kennt er nicht.
[Chorus]
Ich bin ohne Heimat,
hab ein Dach, doch kein Zuhaus.
Tausend Straßen hinter mir,
doch ich komm nirgendwo mehr an.
Ohne Heimat,
ich such nur einen Menschen,
der mir seine Hände reicht
und sagt: „Du kannst hier bleiben.“
[Verse 3]
Heute steh ich in dem Haus,
das eigentlich auch meines ist.
Doch ich bin nur noch ein Fremder,
den man irgendwo vergisst.
Keller und Garage,
mehr ist mir kaum geblieben.
Wie ein Hund, den man dort abstellt,
statt ihn einfach noch zu lieben.
Meine Frau nur ein paar Räume,
und doch eine Welt entfernt.
Keine Hände, keine Küsse,
wir haben Nähe längst verlernt.
Ich vermisse nicht den Sex,
ich vermisse dieses Nah.
Dieses „Bleib noch etwas liegen“,
dieses Wissen: Du bist da.
[Bridge]
Geschäftspartner haben genommen,
Kameraden mich verraten.
Freunde wurden plötzlich Fremde,
als die schweren Zeiten kamen.
Menschen kamen, Menschen gingen,
und ich blieb allein zurück.
Doch vielleicht wartet da draußen
irgendwo noch etwas Glück.
Eine, die mich ansieht, sagt:
„Gib mir einfach deine Hand.
Was hinter dir liegt, bleibt dort liegen.
Komm, wir fangen noch mal an.“
[Final Chorus]
Noch bin ich ohne Heimat,
doch vielleicht nicht für immer.
Vielleicht brennt für mich noch irgendwo
ein Licht in einem Zimmer.
Ich brauch kein großes Haus,
keinen Schlüssel, keine Wand.
Nur einen Menschen, der noch bleibt,
wenn ich ihm mein Leben anvertrau.
Der sagt:
„Komm, ich geh mit dir.
Du musst nicht mehr alleine laufen.“
[Outro]
Vielleicht ist Heimat gar kein Ort.
Vielleicht ist Heimat eine Hand.
Vielleicht ist Heimat
ein Mensch.