Dreh Dich!

Dreh Dich!

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Lyrics
[Intro]
Hamburg schläft, doch ich kann nicht schlafen,
seh die Lichter zittern unten im Hafen.
Der Wind trägt Geschichten hinaus auf die See,
und ich steh hier und frag mich:
Wie tut Leben so weh?

[Verse 1]
Da war mal ein Zuhause, da war mal ein Wir,
da waren Stimmen und Lachen, ganz nah bei mir.
Familie am Tisch und ein Schlüssel zur Tür,
und ich dachte damals: Das bleibt für immer hier.

Da waren Pläne, ein Beruf und ein Ziel,
ich wollte nach oben, vielleicht wollte ich zu viel.
Eine Ehe, ein Versprechen, ein gemeinsamer Plan,
und plötzlich fragst du dich, wo alles begann.

Ich hab gekämpft, bis die Hände nicht mehr konnten,
hab funktioniert, wenn die anderen längst davonrannten.
Und irgendwann stehst du da, hast nichts mehr im Blick,
nur das Gestern hinter dir und keinen Weg zurück.

[Pre-Chorus]
Über mir die Wolken,
unter mir die Elbe zieht.
Hamburg, sag mir leise,
ob irgendwo noch Morgen liegt.

[Chorus]
Dann geh einen Schritt zurück,
nur einen Schritt zurück.
Dreh dich um, auch wenn du glaubst,
da wartet nichts auf dich.

Geh einen Schritt zurück,
heb deinen Kopf und sieh:
Vielleicht ist das hier nicht das Ende,
vielleicht beginnt es hier.

Und dann lauf wieder nach vorn,
auch wenn du nicht weißt, wohin.
Manchmal musst du alles verlieren,
um zu sehen, wer du wirklich bist.

[Verse 2]
Die Köhlbrandbrücke trägt die Nacht über den Strom,
und irgendwo da unten wartet jemand noch auf mich.
Container ziehen weiter, ein Schiff verlässt den Kai,
und plötzlich denk ich:
Vielleicht bin ich noch nicht vorbei.

Vielleicht kann Liebe enden,
ohne dass das Leben endet.
Vielleicht kann etwas brechen,
ohne dass man selbst zerbricht.
Vielleicht verliert man Arbeit,
Sicherheit und Plan,
und findet einen neuen Weg,
den man wieder gehen kann.

Meine Kinder, meine Familie,
all die Jahre tief in mir.
Jeder Fehler, jede Narbe,
sie gehören doch zu mir.

[Bridge – ruhig]
Vielleicht wird nicht alles wieder wie früher.
Vielleicht soll es das auch nicht.

Vielleicht wartet hinter dieser Nacht
kein altes Leben auf mich…

sondern ein neues.

[Build]
Also einen Schritt zurück,
weg vom Rand, zurück zur Stadt.
Dorthin, wo Hamburg morgens
tausend neue Wege hat.

Vom Hafen bis zur Alster,
vom Michel bis zum Meer.
Dieselbe Stadt, dieselben Straßen,
doch ich bin nicht derselbe mehr.

[Final Chorus – groß]
Ich geh einen Schritt zurück,
und plötzlich geht es vor.
Ich dreh mich um und irgendwo
geht wieder eine Tür auf.

Ich geh einen Schritt zurück
und fang von vorne an.
Nicht weil ich keine Angst mehr hab,
sondern weil ich weiter kann.

Und jetzt lauf ich wieder nach vorn,
egal, wie weit der Weg noch ist.
Ich weiß nicht, was morgen kommt,
doch ich weiß, dass morgen ist.

[Outro]
Hamburg wird langsam hell,
die ersten Schiffe ziehn.
Und irgendwo zwischen gestern und morgen
fang ich wieder an zu leben.