Lyrics
DIE RISSE IM GEBÄUDE 2
[Intro – gesprochen]
Ich sitz hier vor der Nummer Zwei.
Und seh dich an.
Du warst einmal eine Festung.
Nicht aus Stein.
Aus Vertrauen.
Und heute sehe ich die Risse.
[Strophe 1]
Du warst einmal eine Festung,
deine Mauern stark, dein Fundament.
Hier wusste jeder, wer zu wem gehört,
weil jeder jeden wirklich kennt.
Wir haben gelacht, wir haben gestritten,
wir haben geteilt, was keiner sah.
Wenn einer fiel, dann standen zehn dort,
genau dafür war Familie da.
Gebäude Zwei war nicht nur Mauern,
nicht Flur, nicht Tür, nicht irgendein Raum.
Es war Vertrauen ohne Fragen,
es war verdammt noch mal unser Traum.
Doch dann kamen Ratten ins Fundament,
haben genagt, wo keiner sie sah.
Haben das, was uns heilig gewesen ist,
geschändet – und plötzlich waren die Risse da.
[Pre-Chorus]
Erst war es nur ein leises Knacken,
ein falsches Wort, ein falscher Blick.
Dann wurden aus Kameraden Parteien –
und irgendwas zerbrach Stück für Stück.
[Refrain]
Du warst einmal eine Festung!
Gebäude Zwei war Nummer Eins!
Wir waren laut, wir waren Brüder,
wir waren viele und doch eins.
Doch Ratten nagten am Fundament,
bis selbst der stärkste Stein zerbricht.
Ihr habt Vertrauen mit Füßen getreten –
und wundert euch jetzt über die Risse im Gesicht.
Gebäude Zwei war Nummer Eins,
das konnte uns damals keiner nehmen.
Doch leider habt ihr es verraten –
und jetzt sind wir keins.
[Strophe 2]
Nicht der Feind hat dich bezwungen,
kein Sturm hat deine Wand zerlegt.
Es waren Menschen aus den eignen Reihen,
die die Axt ans Fundament gelegt.
Für Winkel, Posten, etwas Geltung,
für ein bisschen Macht und Eitelkeit.
Habt ihr vergessen, was wir waren,
und verkauft, was uns zusammenschweißt.
Denn Kameradschaft steht nicht auf Papier,
und Vertrauen trägt kein Dienstgradabzeichen.
Wer seine eigenen Leute verkauft,
kann vielleicht gewinnen –
doch niemals Größe erreichen.
[Bridge – ruhig]
Und ich sitze heute vor dir,
vor dieser verdammten Nummer Zwei.
Sehe dieselben Türen, dieselben Fenster –
doch irgendwas darin ist vorbei.
Du stehst noch.
Trotz all deiner Narben.
Trotz allem, was man dir nahm.
Denn eine Festung mit Rissen
ist immer noch stärker
als der Verrat, der sie bekam.
[Finaler Refrain]
DU WARST EINMAL EINE FESTUNG!
Gebäude Zwei war Nummer Eins!
Wir waren Freunde, wir waren Familie,
wir waren viele und doch eins!
Die Ratten fraßen am Fundament,
haben Vertrauen geschändet und verbrannt.
Doch was ihr niemals verstanden habt:
Eine Familie entsteht nicht durch Rang.
Gebäude Zwei trägt heute Risse,
und jeder einzelne erzählt,
wie ein paar Menschen für ihr Ego
zerstörten, was für andere zählt.
Gebäude Zwei war Nummer Eins.
Heute stehen wir hier und sehen:
Mauern können Risse tragen –
doch Verrat
bleibt für immer
dazwischen stehen.
[Outro – gesprochen]
Du warst einmal eine Festung.
Und vielleicht bist du es noch.
Nur das Fundament …
das werden wir neu bauen müssen.