Lyrics
BOOMERANG
[Intro – gesprochen]
Manche glauben, alles verschwindet,
wenn man es nur weit genug von sich wirft.
Lügen. Verrat. Schuld.
Dumm nur: Manche Dinge fliegen im Kreis.
[Strophe 1 – Ehefrau]
Du schwörst mir deine Treue,
küsst mich abends noch zum Schein,
doch in deinen Gedanken
zieht längst ein anderer ein.
Du betrügst und spielst die Unschuld:
„Du verstehst das alles falsch.“
Baust dir deine eigne Wahrheit,
bis die Wirklichkeit sie knallt.
Dann verlierst du, was du hattest,
und auch er bleibt bei dir nicht.
Plötzlich jagst du einem Schatten nach,
der dir keine Zukunft verspricht.
Ich muss gar nichts dafür tun,
denn das Leben fängt schon an:
Was du anderen entgegenwirfst,
kommt irgendwann wieder an.
[Pre-Chorus]
Karma braucht kein Navi,
keinen Richter, kein Gericht.
Was du anderen entgegenwirfst,
vergisst die Flugbahn nicht.
[Refrain]
BOOMERANG!
Wirf nur, was du selber fängst!
BOOMERANG!
Auch wenn du glaubst, du entkommst.
Alles dreht seine Runde,
alles findet dich irgendwann.
Du kannst rennen, du kannst lügen –
doch das Ding kommt wieder an!
[Strophe 2 – Horst]
Und dann kommt unser Horst,
geschmückt mit fremder Schlacht,
jeden Erfolg von andern
hat er schnell zu seinem gemacht.
Immer waren’s nur die andern,
wenn sein Kartenhaus zerbricht.
Doch der Spiegel kennt die Wahrheit,
auch wenn Horst sie selber nicht sieht.
Du steigst auf fremden Schultern,
bis der letzte Balken kracht.
Keiner muss dich runterstoßen,
das hast du schon selbst gemacht.
Denn wer Menschen nur benutzt,
merkt irgendwann daran:
Was du nach den andern wirfst,
kommt als Bumerang wieder an.
[Strophe 3 – Hoffi]
Und dann ist da der Hoffi,
mit dem Stift schon in der Hand,
macht aus Menschen kleine Ziele,
klebt die Sterne an die Wand.
Wer nicht kuscht, wird aussortiert,
wer noch Rückgrat zeigt, markiert.
Wir sind wohl „die Anderen“,
weil man uns nicht kontrolliert.
Du kannst Namen blamen,
kannst Geschichten konstruier’n,
kannst mit Macht und mit Gerüchten
Menschen einfach aussortier’n.
Doch jeder Stern, den du verteilst,
jede Grenze, die du ziehst,
kommt als Bumerang zurück,
wenn du selbst davorstehst und siehst.
[Bridge]
Ich brauch keine Rache,
ich brauch keinen Plan.
Ich steh einfach daneben
und seh die Flugbahn an.
Jeder Verrat, jede Lüge,
jeder glänzende Schein:
Wer seine Leiter aus Menschen baut,
wird irgendwann unten sein.
[Final Chorus]
BOOMERANG!
Wirf nur, was du selber fängst!
BOOMERANG!
Denk daran, bevor du lenkst!
Was du säst, kommt wieder,
irgendwann bist du dran.
Nicht weil ich dich bestrafe –
weil das Leben rechnen kann!
BOOMERANG!
Dann bricht dein Podest entzwei.
BOOMERANG!
Deine schöne Maske gleich dabei.
Ich wünsch dir nicht die Hölle,
nur den Spiegel irgendwann:
Dass du selbst einmal ertragen musst,
was man anderen antun kann.
[Outro – gesprochen]
Wirf ruhig.
Aber wirf nur das,
was du selber fangen kannst.
Ein Bumerang
vergisst seinen Werfer nicht.