Liegt es an mir?

Liegt es an mir?

Emotional German rock ballad with a deeply introspectivevulnerable atmosphere and a powerful uplifting transformation. Male lead vocalmatureslightly rough and raspyauthentic and emotionalsounding exhausted and full of self-doubt at first

Lyrics
LIEGT ES AN MIR?

[Strophe 1]
Ich hab so viel begonnen,
und so vieles auch geschafft.
Hab Türen aufgerissen,
wenn ein anderer sie nicht packt.
Immer auf der Suche,
immer einen Schritt voraus,
doch wenn ich einmal stehen bleibe,
sieht es plötzlich einsam aus.

Ich hab Menschen kommen sehen,
hab geglaubt, sie würden bleiben.
Hab Vertrauen viel zu oft
mit großen Buchstaben geschrieben.
Und wenn wieder einer geht,
bleibt dieselbe Frage hier:
War ich zu laut, war ich zu viel?
Sag mir – liegt es an mir?

[Refrain]
Liegt es an mir?
Bin ich wirklich so schwer?
Will ich zu viel, fühl ich zu viel,
erwarte ich zu sehr?
Liegt es an mir,
dass Menschen kommen und verlieren sich?
Bin ich ein schwieriger Charakter
oder versteht man mich nur nicht?

[Strophe 2]
Viele Täler, viele Berge,
manchmal beides an einem Tag.
Kaum steh ich wieder auf den Beinen,
kommt der nächste harte Schlag.
Doch ich bin immer weiter,
hab getragen und gemacht,
hab für andere noch geleuchtet
in meiner dunkelsten Nacht.

Vielleicht denk ich zu schnell,
vielleicht träume ich zu groß.
Vielleicht kann ich nicht einfach sagen:
„Ist mir egal – dann lass halt los.“
Ich will verstehen, will verändern,
will wissen, was passiert.
Doch warum hab ich trotzdem ständig
das Gefühl, ich hab verloren und kapiert?

[Refrain]
Liegt es an mir?
Bin ich wirklich so schwer?
Will ich zu viel, fühl ich zu viel,
erwarte ich zu sehr?
Liegt es an mir?
Sind die andern schuld – oder ich?
Warum bleibt von all den Menschen
am Ende manchmal nur noch ich?

[Bridge – ruhig, fast gesprochen]
Und vielleicht kommt irgendwann
eine Stimme durch den Lärm.
Nicht von denen, die gegangen sind,
sondern irgendwo tief aus mir selbst:

Nein.

Nein, es liegt nicht nur an dir.

[Finale – zunehmend kraftvoll]
Du überforderst manche Menschen,
weil in dir so vieles brennt.
Weil du hundert Wege siehst,
wo ein anderer nur einen kennt.
Du bist nicht immer einfach,
doch wer hat das je verlangt?
Du hast Ecken, du hast Narben,
du hast gezweifelt und gebangt.

Du bist gut genug, so wie du bist.
Du musst dich nicht kleiner machen,
nur damit dich niemand vermisst.
Nicht jeder, der dich verlässt,
beweist, dass mit dir etwas nicht stimmt.
Manche Menschen gehen eben,
während ein neuer Weg beginnt.

[Letzter Refrain]
Liegt es an mir?
Vielleicht manchmal – sicherlich.
Ich hab Fehler, ich hab Kanten,
doch deswegen verlier ich mich nicht.
Liegt es an mir?
Nein, nicht alles liegt bei mir.
Denn es werden Menschen kommen,
die nicht gehen –
die bleiben hier.

[Outro]
Viele Täler.
Viele Berge.
Viele Narben hinter mir.
Und vielleicht frag ich morgen wieder:
„Liegt es an mir?“

Doch heute weiß ich:

Ich bin gut genug.
Und irgendwann
bleibt jemand hier.